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Resilienz

– eine neue Herangehensweise

In Deutschland verursachen arbeitsbedingte psychische Erkrankungen jährlich Kosten bis zu 20 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Krankheitsfälle ist mit 40 Tagen dreimal so hoch wie bei anderen Erkrankungen.

Firmen reagieren deshalb mit Resilienz- Programmen, um Flexibilität, psychische Widerstandskraft und Selbstverantwortung bei Ihren Mitarbeitern zu entwickeln.

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, alle Kräfte zu mobilisieren, um das Leben zu meistern. Es ist die Fähigkeit, zurück in eine ursprüngliche Form zu finden und wird oft umschrieben mit Elastizität, Biegsamkeit, Beweglichkeit oder Flexibilität. Dies wird durch Resilienztrainings vermittelt, damit die Menschen sich rasch von alleine wieder erholen, um schnell wieder arbeits- und leistungsfähig zu sein.

Um die Wurzel des Ganzen anzugehen, ist eine Kombination von einem kritischen Blick auf unsere Systeme (Arbeits-, Wirtschaft- und Gesellschaftssysteme) UND dem Individuum zu sehen. Unser Wirtschaftssystem, das ohne Wachstum nicht auskommt. Produktivität die ständig erhöht werden muss. Das können Menschen so dauerhaft nicht leisten. „Die Wirtschaft“ und ihr Wohlergehen sind in der Werteskala der Verantwortlichen in unserer Gesellschaft an erster Stelle. Für den Einzelnen bedeutet das eine ständige Erhöhung des Leistungsdrucks, immer mehr, immer schneller.

Ein Resilienztraining, um mit den wachsenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz besser klar zu kommen, stärkt sowohl den Einzelnen, als auch gleichzeitig das System. Wenn es die Mitarbeiter unterstützt, so sollten wir es nutzen UND dabei den Blick auf das Ganze beibehalten.

Als Individuum können und müssen wir die Verantwortung für unser eigenes Wohlergehen bewusst selbst übernehmen und gut für uns sorgen. ICH bin gefordert. Das erfordert Mut, Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Selbstdisziplin. Wenn wir unsere Bedürfnisse erkennen und das finden, was uns wirklich nährt, sind wir schon einen Schritt weiter in Richtung Lebensfreude. Wir können uns wehren gegen Überforderung und ggf. professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Ein Coach oder eine Beratung sind kein Zeichen von Schwäche, sondern ein kluger mutiger Weg.

Langzeitstudien zeigen, dass Resilienz mit bestimmten, lernbaren Fähigkeiten verbunden ist:
• Resiliente Menschen wissen, dass sie selbst die Gestalter Ihres Lebens sind
• Sie können „unangenehme“ Gefühle wie Ärger, Scham oder Trauer annehmen und zeigen
• Sie sind aktiv, handeln und übernehmen Verantwortung

Allein, sich dieses bewusst zu machen, erhöht bereits die Resilienzfähigkeit.

• Sie bewerten nicht, erleben Fehler als Lernprozess und blicken nach vorne
• Sie sind bodenständig optimistisch und wissen, dass nach schweren Zeiten, es auch wieder anders kommt und sich zum Guten wendet
• Sie scheuen sich nicht, sich Unterstützung aus ihrem Netzwerk, bei Freunden oder Profis zu holen
• Sie überstehen schwere Situationen und Krisen, weil sie einen Sinn in Allem finden, insbesondere für persönliches Wachstum

Firmen stehen vor der wachsenden Notwendigkeit, die Stressfaktoren im Unternehmen zu reduzieren. Dem meisten Stress sind Führungskräfte ausgesetzt. In Sandwich-Positionen erleben sie von oben, von unten und von der Seite unterschiedliche und nicht selten widersprüchliche Erwartungen. Oft sind sie ohne ausreichende Ausbildung in Führungstechniken auf diese Position gesetzt worden und wissen nicht wie Konflikte oder Personalprobleme ohne allzu große Belastung bewältigt werden können. Stetige zielgenaue Weiterbildung, Unterstützung im Netzwerk und regelmäßige Zeiten zum Auftanken sind eine Unterstützung. Eine weitere Entlastung kann es sein, sich regelmäßig individuell coachen zu lassen oder sich in Coaching- Gruppen mit Gleichgesinnten zu treffen.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne auch auf Anfrage.